Bürokratieabbau entlastet Betriebe um Milliarden
Die ausufernde Bürokratie stellt für die Deutsche Wirtschaft ein großes Hemmnis für positive Wirtschaftsentwicklung dar. Laut den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft, darunter auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks, könnten mit sinnvollen und zeitgemäß angepassten Vorgaben und Bestimmungen die Betriebe um mehrere Milliarden Euro pro Jahr entlastet werden.
Die Vorschläge umfassen unter anderem Verbesserungen beim elektronischen Entgeltnachweis ELENA, Erleichterungen für Existenzgründer bei der Umsatzsteuervoranmeldung, Vereinfachungen bei der Abgeltungssteuer sowie die Gleichbehandlung von Rechnungen und Belegen in elektronischer und Papierform. Schon das Ausstellen und Aufbewahren von Rechnungen schlägt derzeit mit rund 9 Milliarden Euro pro Jahr zu Buche, so der Kreisvorsitzende der Mittelstandsvereinigung Volker Rode.
Rund 9.200 Dokumentations- und Nachweispflichten belasten die Wirtschaft jährlich mit 48 Milliarden Euro und schränken so den Handlungsspielraum der Unternehmen deutlich ein. Nicht nur der Abbau bestehender überflüssiger, sondern auch unnötige neue Bürokratielasten muss im Focus unserer Überlegungen stehen. Im Verzicht auf überflüssige und hemmende Bürokratie liegt eine große Chance, den Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, so Rode.
Die EU-Kommission zum Bürokratieabbau in Europa unter der Führung des ehemaligen bayrischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber hat über 260 konkrete Vorschläge zum Bürokratieabbau übergeben. Das damit verbundene Einsparvolumen beläuft sich auf rund 41 Milliarden Euro für die deutsche Wirtschaft. Dieses „Konjunkturprogramm“ ist im Gegensatz zu Ausgabenprogrammen kostenlos, da eine Gegenfinanzierungen durch staatliche Einsparungen oder Steuersenkungen nicht nötig ist, so der Kreisvorsitzende der MIT Volker Rode.








